Deine Kosten sind zu hoch, wenn ..!
Deine Kosten sind zu hoch, wenn du dir kein anständiges Gehalt auszahlen kannst!
Oder deine Einnahmen sind zu gering!
Oftmals ist es was von Beidem! 😉🫣
Wichtig ist in jedem Fall, dass du dir stets ein anständiges Gehalt auszahlen kannst!
Darum wollen wir heute mal auf die Höhe deiner betrieblichen Kosten eingehen.
Vorausgesetzt deine Kosten sind wirklich zu hoch, warum ist es denn eigentlich so wichtig deine Kosten so gering wie möglich zu halten?
Zum einen, damit du wirtschaftlich in der Lage bist attraktive und marktübliche Preise bei deinen Kunden verlangen zu können. Und nicht um "exklusive" Preise verlangen zu müssen.
Und zum anderen, damit du in der Lage bist dir eben auch ein anständiges Gehalt regelmäßig auszubezahlen.
Denn ohne die Entnahme einer monatlichen Gehaltszahlung in angemessener Höhe an dich als Betriebsinhaber geht es nicht. Zumindest nicht sehr lange. Und nichts frustriert auf lange Sicht so sehr wie massig Zeit, Energie und Mühen in eine Selbstständigkeit zu stecken, die dir am Ende nichts bringt (außer vielleicht Ärger).
Wie hältst du also deine Kosten nun so gering wie möglich?
Für alle, die neu in die Selbstständigkeit starten wollen:
Am Anfang reicht es vollkommen aus mit alten, gebrauchten Werkzeugen und Maschinen so kostengünstig wie möglich zu starten.
Und erst im Laufe der Zeit nach und nach Anschaffungen für z.B. einen neuen Bulli, neue Werkzeuge und Maschinen, als auch Investitionen in größere Werbekampagnen zu tätigen.
Auch die Wahl auf geeignete Geschäftsräume solltest du gerade zu Beginn deiner Selbstständigkeit so kostengünstig wie möglich halten. Starte hier lieber etwas kleiner und vergrößere dich später.
👉 ABER erst dann, wenn für dich auch genügend Geld zum Leben bleibt!
Denn ich sehe es immer wieder: Da werden oder wurden zum Start in die Selbstständigkeit Kredite bei Banken (leichtfertig) aufgenommen um Anschaffungen zu tätigen, die in der Art und Weise zu dem Zeitpunkt so nicht Not getan hätten. Teure Autos und der überwiegende Teil der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden direkt mal eben (neu) gekauft und Pachtverträge abgeschlossen für große Mietobjekte.
Und schon tappst du in die Schuldenfalle!
Ohne Referenzen, also ohne konkret bestehender Kundenaufträge als Einkommensquelle, oder alternativ ohne eigenem Vermögen in vergleichbarer Höhe, bringst du dich damit finanziell - und später auch mental - aber in eine ganz blöde und überaus verzwickte Situation!
Was machst du nämlich, wenn die Auftragslage sich doch mal (wieder) verschlechtern und Kundenaufträge nicht wie erwartet - und von dir dringend benötigt - rein kommen sollten? Wenn die Bank wie vereinbart auf deine Ratenzahlung und damit auf die Rückzahlung ihrer Kredite besteht? Und dein Verpächter deine monatliche Zahlung erwartet?
Genau! Dann stehst du finanziell gesehen im Zweifel mit dem Rücken an der Wand!
Viele Selbstständige scheitern genau an diesem Punkt, aus finanziellen Gründen, und sehen sich daher auch irgendwann dazu gezwungen ihre Selbstständigkeit wieder aufgeben zu müssen. Mit einem ganz schön stattlichen Berg an Schulden.
Damit wärst du dann zwar nicht der Erste, dem das passieren würde. Aber es geht ja schließlich auch anders.
Was du also für den Start in die Selbstständigkeit gebrauchst, ist vielleicht eine kleine Werkstatt, einen alten, gebrauchten Firmenwagen, ein Minimum an gebrauchten Werkzeugen und Maschinen und die Anschaffung eines kleinen Handbestands an Material, um allein damit schon mal 80% der sonst üblichen Arbeiten deines Berufszweigs verrichten zu können!
Bedenke, dass eine 2- für den Umfang an angebotenen Arbeiten (als Bewertung in Schulnoten) für den Anfang vollkommen ausreicht!
Wenn junge Leute ihre erste eigene Wohnung beziehen beginnen sie am Anfang auch meist ganz einfach, mit einer spärlichen Ausstattung an gebrauchten Möbeln. Vielleicht besorgen sie sich noch ein paar wenige Möbel und Haushaltsgegenstände (neu) aus ihrem bereits Ersparten, aber erst im Laufe der Zeit wird das Inventar vergrößert und Neues bzw. Weiteres angeschafft. Erst dann, wenn auch genügend Geld gespart wurde und somit eigene Mittel für weitere Anschaffungen zur Verfügung stehen. 😉👍
Merke:
Disziplin ist auch eine Form der Selbstliebe! ❣️
Mache es also dementsprechend solange unperfekt bis du dich um den Rest Perfektion auch wirklich nach und nach kümmern kannst!
Was du nach dem Start in die Selbstständigkeit nämlich unbedingt gebrauchst ist ein anständiges Gehalt, von dem du auch leben kannst! (.. und nicht nur bloß der Betrieb weiter bestehen bleiben kann!)
Und für alle anderen, die schon eine Weile dabei sind:
Anschaffungen sind erst dann zu tätigen, wenn..
👉 WENN für dich auch genügend Geld zum Leben bleibt!
Und ich meine das auch genauso wie es hier steht!
Auch dann, wenn du beispielsweise die Möglichkeit dazu hast einen neuen Mitarbeiter einstellen zu können! Und auch dann, wenn gute Mitarbeiter Mangelware sind! (Letzteres ist übrigens Mangeldenken. Und im Mangeldenken bist du nicht in deiner Energie und handelst aus der Not heraus. - Welche Not? Hast du Not? 😉🤔)
Grundsätzlich sollte das Geld für die Errichtung eines neuen Arbeitsplatzes, genauso wie für die Zeit der Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters in deinem Betrieb zunächst einmal vorhanden sein und dir hierzu zur Verfügung stehen, also ganz besonders für die Anschaffung eines zusätzlichen Autos und für die Anschaffung von Werkzeugen und Maschinen für deinen neuen Mitarbeiter. Erst dann macht es aus betriebswirtschaftlicher Sicht überhaupt erst Sinn einen neuen Mitarbeiter einzustellen.
"Aber, durch die Beschäftigung eines neuen Mitarbeiters kommt doch auch Geld wieder rein und mit dem Geld könnte ich doch auch einen Kredit aufnehmen und damit wieder abbezahlen? Oder?"
Ja. Und nein.
Ja, klar, kannst du machen. Mit ganz viel Glück, wird schon gut gehen.. 🍀🍄
Und nein, oder auch nicht.
Was machst du nämlich, wenn wie oben bereits beschrieben die Auftragslage dünner wird und Kundenaufträge nicht wie erwartet - und wie von dir dringend benötigt - rein kommen? Wenn dein Mitarbeiter auf die Lohnzahlung von dir wartet, um damit ggf. auch seine Familie ernähren zu können? Wenn die Bank zugleich auf ihre Ratenzahlung und damit auf die Rückzahlung deines Kredits besteht? Und dein Verpächter seine Pacht haben möchte?
Genau! Dann stehst du auch hier im Zweifel finanziell mal wieder mit dem Rücken an der Wand!
Möchtest du dann deinen Mitarbeiter wieder entlassen? Und das dann auch knallhart durchziehen?
Ich denke, eher nicht.
Im Zweifel steckst du nämlich dann doch wieder zurück und verzichtest auf dein Gehalt.
Und damit wären wir dann wieder am Anfang:
Deine Kosten sind einfach zu hoch! ☝️
Wenn du also einen Mitarbeiter in deinem Betrieb neu einstellen möchtest hast du die Kosten sowohl für die Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes, sowie für die Zeit der Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters als Arbeitgeber so oder so zu tragen.
Statt dir nun den Stress mit den viel zu hohen Kosten und den finanziellen Sorgen zu geben und sofort den vermeintlich leichteren Weg über die Bank zu wählen ist es viel netter und durchaus auch smarter, du sparst dir diese Kosten im Vorfeld erst einmal (in Ruhe) zusammen. Erst im Anschluss daran könntest du dir optional das Geld (zum Teil) von der Bank dazu leihen um die Liquidität deines Betriebes zu schonen.
Und mit dem Geld, das dann durch die Beschäftigung eines neuen Mitarbeiters im Laufe der Zeit wieder reinkommt und durch das, was nach Abzug sämtlicher Kosten am Ende davon übrig bleibt könntest du, ggf. neben den Kreditraten für die Finanzierung über die Bank, deine Rücklagen für deinen Betrieb wieder aufstocken.
Wenn dann noch was dazwischen kommen sollte, und das wird es, das tut es immer, hast du die oben beschriebenen Sorgen und finanziellen Belastungen schon mal nicht (mehr) und kannst dich der Herausforderung (in Ruhe) stellen! 💪😃👍
Oder, was meinst du dazu?
Wie ist es da bei dir? Bist du schon dabei dir Rücklagen für den Betrieb aufzubauen? Oder fällt es dir noch schwer deine Finanzen überhaupt zu überblicken und einen Notgroschen beiseite zu legen?
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